Interview mit Anja (CUT-Magazine)
Das Cut-Magazin ist ein 170 Seiten Schwergewicht zum Thema DIY aus verschiedenen Bereichen und im speziellen für Mode. Darin enthalten sind neben einfachen Schnitten, die step-by-step erklärt werden, auch Berichte über Newcomer Designer, neue Läden, was Stars und Sternchen anziehen u.v.m.
Geboren wurde das Cut Magazin am 04.03.09 in München unter der Leitung von Horst Moser (independent Medien - Design) von Lucie Schmid und Marta Olesniewicz. Etwas später kam dann auch noch Anja Kellner hinzu.
Anja war so nett uns ein paar Fragen zu beantworten.
Wann hast Du zum letzten Mal etwas genäht? Was?
Tatsächlich ist es schon wieder 2 Monate her – und zwar die Shirts für die Modestrecke in CUT 2.
Warum habt ihr das Cut Magazin lanciert?
Lucie hat vor einiger Zeit einen Nähkurs gemacht und danach wollte sie zu Hause weiternähen. Als Anfänger waren ihr aber die erhältlichen Schnitte zu kompliziert oder einfach nicht ihr Stil. Da sie sich den ganzen Tag als Grafikerin mit Zeitschriften und Büchern befasst, dachte sie: Mach ich halt selbst ein Magazin. Die Zeit für ein neues DIY Magazin war einfach da – es lag in der Luft – oder besser gesagt dem Freundeskreis. Mit der Idee im Kopf und einem Dummie in der Hand erzählte sie unserem Chef Horst Moser davon. Der fand das Konzept sofort klasse und unterstütze es. Marta und ich sprangen dann mit ins Boot. Wir wollten ein Heft für Leute wie uns machen. Viel Hintergedanken waren gar nicht dabei – nur das Bewusstsein, dass es auf dem Zeitschriftenmarkt fehlt und wir es gerne machen würden. Es zeigt außerdem ein Spektrum unserer Design Agentur, dass wir nicht ständig ausleben können – die Mode.
Das Cut Magazine ist noch jung. Bis jetzt erschienen 2 Ausgaben. Was waren die Highlights?
Meinst du unsere persönlichen Highlights im Heft? Da kann ich nämlich nichts dazu sagen – da wir in jede Seite soviel Zeit und Liebe gesteckt haben, dass sie uns einfach alle wichtig sind. Highlight an sich ist es für uns bereits überhaupt an CUT zu arbeiten, da wir kreativ und redaktionell keine Vorschriften haben – sondern einfach machen können, was uns gefällt. Tränchen in den Augen haben wir natürlich immer bei den zufriedenen Leserbriefen.
Das Cut Magazin erscheint alle drei Monate und füllt ganze 170 Seiten. Warum habt ihr euch für diese Form entschieden? Sind dann einige Themen nicht bereits pasée.

DIY ist – und das ist das schöne daran – nicht so schnelllebig wie die klassische Modewelt. Die Themen, die wir ansprechen sind oft zeitlos- bei Designerinterviews achten wir besonders darauf ihren Werdeganz zu erzählen, die vorgestellten Produkte oder die Orte im Stadtrat gibt es in der relativ kurzen Zeitspanne sicher noch, Basics des Nähens oder Strickens werden immer gleich bleiben, Modegeschichte (Rubrik Jugendstile und Kurzgeschichte) ist bereits vorbei J und daher zeitlich unabhängig. Wir haben uns für diese Form und Zeitspanne entschieden, weil wir es nicht anders machen können. Wir wollten kein kleines Groschenheft, sondern ein Magazin mit ansprechenden Design und viel Inhalt, das man sich im Bücherregal aufhebt. Da wir ein kleines Team sind und Vollzeit neben CUT arbeiten, können wir nicht öfter erscheinen.
Wer steht hinter dem Cut Magazin? Wie arbeitet ihr auf der Redaktion? Wie seid ihr organisiert?
Wir sind im harten Kern 3 Mädls und da gibt es keine Chefs– Lucie (die das Heft konzipiert hat) und Marta machen die Art Direktion und ich bin für Text und Mode zuständig, was ich auch studiert habe. Die Themen überlegen wir zusammen und die Organisation wird dann aufgeteilt. Seit kurzem ist noch Miriam bei uns und hilft bei der Grafik und bei der Ideenfindung. Viele Projekte machen wir mit freien Mitarbeitern, da wir gar nicht die Zeit haben alles selber zu machen. Für unseren Blog haben wir dann Anna als Unerstützung dazu geholt, die uns die tollsten News berichtet.

Lucie, Marta und Anja
Wie wählt ihr die Designer für die Ausgaben aus? Können sich auch Guzuuistinnen und Guzuuisten bewerben oder wird man von euch gefunden?
Die Designer für unsere Interviews finden wir meist zufällig auf Blogs oder in Läden, in anderen Magazinen oder durch ihre Lookbooks, die sie uns senden. Uns ist wichtig, dass sie vom Style zu uns passen und schon irgendwie als Designer einen Fuß auf dem Boden haben, damit sie uns über den Werdegang berichten können.
Bei Klamotten und alles, was wir für Shootings benutzen geht es mehr ums einzelne Objekt, als um den Designer – daher kann es jeden treffen – auch jeden Guguuisten. :-)
Welches Ziel möchtet ihr als nächstes mit dem Cut-Magazin erreichen?
Ziel ist es erstmal weiterhin zu erscheinen. Trotz unserer vielen Leser verdienen wir nichts mit CUT – ganz im Gegenteil sogar. Aber als nächstes Projekt steht erstmal der CUT Adventskalender an. Jeder braucht in der Weihnachtszeit ein bisschen Input für den Gabentisch. Daher gibt’s jeden Tag im Dezember bis Weihnachten tolle Geschenkideen, die man auch gewinnen kann! Taschen und Hemden von Newcomerdesignern und Ideen für Selbermachgeschenke sind dabei. Es lohnt sich reinzuschauen – jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen.
Ist DIY im Bereich Mode bei den Männern schon angekommen?
Sicherlich ist es bei den Frauen größer im Trend – aber man sieht schon viele Jungs, die sich damit beschäftigen – gerade im Shirtprint sind die Burschen ganz groß.
Wo kann ich in der Schweiz das Cut Magazine beziehen?
CUT ist an allen Flughafen- und größeren Bahnhofskiosken zu erhalten, sowie in in folgenden Läden: Zürich: Hochparterre (Gasometerstr. 28), Making Things (Grüngasse 20), Basel: Riviera (Feldbergstr. 43)
Übers Internet zu bestellen bei: www.stoffe.de, www.sodabooks.com, www.doyoureadme.de, www.kaufdichgluecklich-shop.de, www.morgenheit.de, www.schnittchen-online.com , www.stoffoutlet.com und www.stoffissimo.de
Und für Ausgabe 2 + 3 als Miniabo – sowie zum Nachlesen der Läden einfach mal auf www.cut-magazine.com schauen. Das lohnt sich eh – unser Blog ist immer prall gefüllt mit schönen Dingen.



